18.09.2017

Burgenlandkreis veröffentlicht ersten Bildungsbericht

Als erster Landkreis in Sachsen-Anhalt hat der Burgenlandkreis am 18. September 2017 als einen umfassenden Bericht über seine Bildungslandschaft veröffentlicht. Darin werden grundlegende Daten über die verschiedenen Bildungsbereiche, von der frühkindlichen Bildung bis zur Bildung im Erwachsenenalter einschließlich non-formaler Bildungsangebote, zusammenfassend abgebildet und analysiert. Die dem Bericht zugrundeliegenden Daten entstammen aus unterschiedlichen Datenquellen, sind nach verschiedenen Merkmalen untergliedert und werden sowohl bezogen auf den Landkreis als auch auf Landesdurchschnittswerte dargestellt. 

Landrat Götz Ulrich: „Mit dem ersten Bildungsbericht des Burgenlandkreises liefern wir einen umfassenden Überblick über unsere Bildungslandschaft. Er bildet den Auftakt für eine regelmäßig wiederkehrende Bildungsberichterstattung. Damit bekommen Kreistag und Landratsamt eine sichere Datengrundlage für Entscheidungen zur Verbesserung der Bildungsstrukturen.“

Ziel soll es sein, die Bildungschancen der Einwohner im Burgenlandkreis zu erhöhen und einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit zu leisten. Dazu soll im Burgenlandkreis eine aufeinander abgestimmte Bildungslandschaft mit passenden Bildungsangeboten für die hier lebenden Menschen geschaffen werden.

Die Ziele sollen mit dem Aufbau eines „datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement“ erreicht werden. So sollen dadurch nachhaltige Kooperationsstrukturen zwischen den Bildungsakteuren etabliert sowie Stärken und Schwächen im lokalen Bildungsgeschehen identifiziert werden. Zur Steuerung bildungspolitischer Entscheidungen werden die Daten im Rahmen des Bildungsmonitorings herausgearbeitet. Die daraus gewonnenen Informationen werden im Bildungsbericht einer breiten Öffentlichkeit gebündelt zugänglich gemacht.

Gleichzeitig bildet der Bericht Entwicklungen im Bildungsgeschehen ab und vergleicht die Situation im Landkreis mit der des Landes Sachsen-Anhalt. So unter anderem im Bereich der Kinderbetreuung. Durch eine relativ hohe Betreuungsquote gibt es im Burgenlandkreis bereits eine breite Inanspruchnahme an frühkindlichen Bildungsangeboten. Für Ursula Kühn, Leiterin des Jugendamtes Burgenlandkreis, „eine gute Grundlage, um die Qualität frühkindlicher Bildung verstärkt in den Blick zu nehmen. Hier arbeiten die Einrichtungsträger und das Jugendamt bereits eng zusammen.“

Dafür spricht auch, dass der Anteil der Kinder, bei denen zum Zeitpunkt der Schuleingangsuntersuchung Sprachtherapiebedarfe festgestellt wurden, im Jahr 2016 mit rund 31 % deutlich über der landesweiten Quote von 23 % lag. „Es ist wichtig, dass wir die lokalen Handlungsbedarfe erkennen, im Gespräch mit Experten darüber diskutieren sowie gemeinsam Maßnahmen und tragfähige Lösungsstrategien zur Weiterentwicklung der Bildungslandschaft erarbeiten“, so Wilmar Kabisch, Vorsitzender des Bildungsausschusses des Burgenlandkreises. Die Gestaltung des Übergangs von der Kita in die Grundschule bzw. von der Schule in den Beruf, die Integration Neuzugewanderter durch Bildung und das weitere Senken der Schulabbrecherquote sind mögliche Handlungsfelder.

Der Bericht zeigt auch auf, dass sich die Situation der Schulabsolventen mit Allgemeiner Hochschulreife günstiger darstellt als im Landesdurchschnitt. Ebenso sank der Anteil von Schülern ohne Hauptschulabschluss zum Ende des Schuljahres 2015/16 auf 8,9 % und somit unter den Vorjahreswert bzw. den Landesdurchschnitt.

Neben formaler Bildung, die in der Schule oder im Rahmen einer Ausbildung stattfindet, wurden auch ausschnittsweise non-formale Bildungsangebote dargestellt Diese sind jedoch sehr vielfältig und sollen in den folgenden Berichten noch genauer untersucht und dargestellt werden. 

 
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