28.03.2017

Einheitliches Mitteldeutsches S-Bahn-Netz gefordert

Eine zukunftsfähige S-Bahn-Anbindung des Burgenlandkreises an die mitteldeutschen Oberzentren Leipzig, Halle, Erfurt, Jena, Weimar und Gera fordern Landrat Götz Ulrich und die drei Oberbürgermeister der Städte Naumburg, Zeitz und Weißenfels. Ein gemeinsames Positionspapier stellten sie am 28. März 2017 der Öffentlichkeit vor. 

Eine gute Anbindung im Schienennahverkehr an die Zentren ist vor allem vor dem Hintergrund des beginnenden Strukturwandels durch die geplante Beendigung der Braunkohleverstromung durch Bund und Land wichtig, worauf rechtzeitig reagiert werden muss. Auch die Anbindung des Burgenlandkreises als Teil der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschlands spiele perspektivisch eine wichtige Rolle.

Deshalb fordern Ulrich, Küper, Risch und Thieme die Landesregierungen von Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen auf, besser miteinander zu verhandeln. Das bedeutet, länderübergreifende abgestimmte Ausschreibungsverfahren auf dem Nahverkehrssektor auf den Weg zu bringen. Ziel ist die Schaffung eines einheitlichen Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes für die Gesamtregion unter Einbeziehung der Bahnstrecken Leipzig-Zeitz-Gera und Leipzig-Weißenfels-Naumburg-Jena. Die Bahnstrecke Weißenfels-Zeitz soll zu einer attraktiven Zubringerlinie in Richtung Halle ertüchtigt werden. Ferner sollen die Tarifstrukturen harmonisiert werden.

Mit dem Ausbau und der Verdichtung als S-Bahn bzw. S-Bahn-Express sollen neue Impulse geschafft werden, die hier verkehrenden Bahnen für möglichst viele Mobilitätszwecke (Arbeit, Ausbildung, Einkaufen, Freizeit) öfter zu nutzen und den südwestlichen Teil der Europäischen Metropolregion mit den Oberzentren, dem Fernverkehr sowie dem Flughafen Leipzig/Halle zu verbinden. Ziel ist es auch, die Studierenden sowie junge Familien aus Leipzig, Halle und Jena für die Wohnstandorte Naumburg, Weißenfels und Zeitz sowie die attraktive Saale-Unstrut-Region zu interessieren.

Landrat Götz Ulrich betonte dabei auch den psychologischen Aspekt: „Wohne ich in einem Ort mit S-Bahn-Anschluss, erscheint eine gefühlte Nähe zur Großstadt“. So werden Wohnortentscheidungen als auch Standortentscheidungen von Gewerbebetrieben maßgeblich von den Rahmenbedingungen eines Landes, eines Landkreises, einer Stadt oder Gemeinde bestimmt.

Die Verfasser des Positionspapiers sind sich sicher, dass mit einem neuen S-Bahn-Netz die regionale Entwicklung der Städte und Gemeinden erheblich beeinflusst werden kann.

Das Anliegen von Landkreis und den Stadtoberhäuptern wird vom Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt sowie dem Landkreistag mitgetragen und unterstützt. Landrat Götz Ulrich hofft, dass noch in diesem Jahr das Land Sachsen-Anhalt als Aufgabenträger eine Entscheidung zu den Forderungen des Burgenlandkreises trifft. 

 
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