01.02.2017

Stippvisite bei Tagespflege Biberoase

Landrat Götz Ulrich informiert sich bei einem Besuch der Tagespflege Biberoase in Bad Bibra über dieses Konzept der Betreuung und Versorgung. 

Wie lange kann ich meinen Haushalt noch allein führen? Was passiert mit mir, wenn meine Kräfte allmählich nachlassen? Das sind nur einige der Fragen, die vielen Älteren oder Erkrankten immer öfter durch den Kopf gehen, wenn sie an ihre Zukunft denken. Solange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu wohnen, auch wenn man hin und wieder Hilfe benötigt- das ist der Wunsch vieler Senioren.

Wer möglichst lange zuhause leben möchte ohne auf eine angemessene Betreuung und Pflege verzichten zu müssen, für den könnte Tagespflege interessant sein. Seit einem Jahr gibt es mit der Tagespflege Biberoase ein solches Angebot in Bad Bibra. Dieses Jubiläum nahm Landrat Götz Ulrich zum Anlass, dem Betreuungszentrum einen Besuch abzustatten. Bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten erläuterte Chefin Ines Müller: "In der Biberoase werden unsere Patienten von unserem Pflegeteam bestehend aus Krankenschwestern, Altenpflegern und Betreuungskräften während des Tages liebevoll betreut und versorgt. Vier Mitarbeiter sorgen fünf Tage in der Woche für das Wohlbefinden der Patienten." Neben gemeinsamen Mahlzeiten gehören dazu auch aktivierende, interessante und fähigkeitsfördernde Beschäftigungen wie Orientierungs- und Gedächtnistraining, Gymnastikübungen oder kreatives Gestalten. Zentraler Ort dafür ist der gemeinsame Aufenthaltsraum. Wer etwas Zeit für sich benötigt, der kann sich in die Ruheräume und den Schlafraum zurückziehen, der über vier Pflegebetten verfügt. "Aktuell betreuen wir hier in Bad Bibra elf Personen, möglich ist die Betreuung von bis zu 15", gab Müller Auskunft. Der Einzugsbereich erstreckt sich über die gesamte Finneregion. Dank eines rollstuhlgeeigneten Fahrzeugs ist auch die Beförderung zur Tagespflege und zurück nach Hause kein Problem. 



Die individuelle Betreuung in einer Tagespflege-Einrichtung könne Aufenthalte in Altenpflegeheimen verhindern oder zumindest zeitlich hinausschieben, informierte Müller. Besonders für jene, die ihre Angehörigen zuhause pflegen, kann sie Entlastung bieten. Der Pflegende hat Zeit für Behördengänge, Arztbesuche und auch die eigene berufliche Tätigkeit ist möglich. "Als Familie kann man viel beruhigter sein, wenn man weiß, dass sich der Angehörige tagsüber in guten und fachkundigen Händen befindet. Das entlastet, weil man sich nicht immer sorgen muss. Gerade bei Demenzkranken ist das wichtig", sagte Landrat Ulrich während seines Rundgangs. Und wie wohl sich die Älteren hier fühlen, davon konnte er sich gleich selbst in Gesprächen überzeugen.

Allerdings ergeben sich mit der Einführung der Pflegegrade Nachteile für die Tagespflege. So wurden die zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen neu geregelt und fallen nun niedriger aus. Damit tue sich für die Tagespflege eine Finanzierungslücke auf, erklärte Müller. Auch wenn er keinen Einfluss auf die Gesetzlichkeiten selbst habe, so sicherte Landrat Ulrich dennoch zu, das Gespräch mit Experten zu suchen, um mögliche Unterstützung auszuloten. 

Landrat Götz Ulrich bei seinem Besuch in der Tagespflege Biberoase
 
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